Training

Mantrailing - artgerechte Beschäftigung.

Trainingsaufbau


Am Anfang des Trainings bekommt jedes Mensch-Hund-Team 2 Trails gelegt, die sie zusammen ausarbeiten. Ziel ist, nachdem das Team einen gewissen Leistungsstand erreicht hat, 1 längeren Trail mit eingebauten Schwierigkeiten erfolgreich zu bewältigen.

 

Trainiert wird in Gruppen mit max. 4 Mensch-Hund-Teams. Pro Training ist mit einer Dauer von ca. 2 Stunden zu rechnen. Es wird immer an verschiedenen Orten und wechselnden Gebieten (ruhiges Wohngebiet, Stadt, Wald) trainiert. Während ein Hund sucht, warten die anderen Hunde im Auto. Die Menschen der Gruppe verstecken sich gegenseitig für die jeweils anderen Hunde der Gruppe.

 

Für das Training benötigt man – neben einem Auto mit bestenfalls einer Hundebox als Rückzugsort für den Hund nach dem Trailen: ein gut sitzendes Brustgeschirr, eine 7 Meter Lederleine (kann am Anfang auch ausgeliehen werden), in 2 separaten Dosen feuchtes Futter zur Belohnung, welches der Hund wirklich sehr gerne mag,  z. B. Nassfutter, Hüttenkäse oder Leberwurst und Wasser für den Hund.

Trainingsphilosophie


Wir Trainer haben unser Wissen über das Mantrailing im Headquarter des K-9 Suchhundezentrums erworben. Wir sind überzeugt von den Grundprinzipien und der Lernmethode nach K-9®. Mantrailing in unserem Sinne bedeutet, dass grundsätzlich jeder Hund trailen lernen kann. 

 

Beim Mantrailing setzt der Hund ausschließlich seine Nase ein, die wahre Spitzenleistungen vollbringen kann. Ziel ist das ruhige, selbständige Arbeiten mit der Nase, so dass der Hund körperlich und geistig ausgelastet wird. Durch das eigenständige Lösen gestellter Probleme werden ggf. vorhande Ängste des Hundes abgebaut und die Beziehung zum Hundeführer verbessert.

 

Der Hund lernt von Anfang an durch kleine sogenannte „Entdeckertrails“, ruhig und konzentriert der Spur, nur mit Hilfe seines Geruchsinnes, zu folgen. Er wird weder gelockt noch angereizt und sieht auch nicht, wie sich die Versteckperson entfernt. Das ist sehr wichtig, um stressbedingte Aufregung, das Hochfahren“ des Hundes und ein Arbeiten auf Sicht zu verhindern.

 

In der weiteren Trainingsentwicklung werden die Trails dem aktuellen Trainingsstand des Hundes angepasst. Die Trails werden länger, Schwierigkeiten werden eingebaut, die Ablenkung während der Suche wird größer usw.

Jeder Trail wird individuell auf den Hund abgestimmt. Dies erfordert einiges an Vorüberlegung und Mühe, die sich lohnt. Wir unterscheiden die Hunde in ihrem Suchverhalten nach unterschiedlichen Suchhundetypen. Es ist wichtig, dass der Trailleger den jeweiligen Suchhundetyp berücksichtigt, da eine bestimmte Schwierigkeit (wie z.B. das Kreuzen der eigenen Spur) für den einen Suchundetyp Spiel, Spaß und Spannung sein – für den anderen jedoch in totalen Stress ausarten kann. Stress und Überlastung des Hundes gilt es in jedem Fall zu vermeiden!